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Müssen oder können
Überlegen Sie einmal, wie oft Sie heute als Führungskraft von ihren Mitarbietern schon verlangten zu müssen.
Hinter dem Wort "muss", steckt eine oft unbewusste Regel, die Ihr Verhalten steuert. Über die Sprache können Sie bemerken, ob hinter dem Wort annahmen sind, die Sie unbewusst steuern.
Müssen ist die Sprache des Diktators:
- Ich muss.
- Ich habe keine Wahl.
- Der Befehl kommt von oben (vom Chef).
- Ich hatte keine Zeit.
- Das war schon immer so.
- Die Vorschrift sagtl es so.
Wo ist bei diesen Aussagen die Verantwortung? Haben Sie diese im Fall des Müssens nicht abgegeben?
Betroffen macht mich, dass viele Fürhungskräfte das Müssen gar nicht bemerken. Müssen ist die Sprache der Institutionen.
Wie wäre es, wenn Sie ihre Sprache und die der anderen Menschen heute einmal beobachten?
Machen Sie etwas gerne, wenn Sie etwas tun müssen? Es ist bemerkenswert, dass selbst in Seminaren zur Empathie oder der Gewaltfreien Kommunikation das Wörtchen Muss häufig gebraucht wird. Von IHnen nicht, na dann zählen Sie zu den wenigen Menschen, die bereit sind für ihr Handeln auch die Verantwortung zu übernehmen.
Virginia Satir empfiehlt:
Version 1
Statt müssen, ersetzen Sie das Wort mit können.
Version 2
- Ich muss die Arbeit erledigen.
- Ich kann immer die Arbeit erledigen.
- Ich kann manchmal die Arbeit erledigen gehen.
- Ich kann die Arbeit erledigen, wenn ich mir Zeit nehme.
Und wie fühlen Sie sich? Bemerken Sie einen veränderten Atem?
Probieren Sie es aus!
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